Kolumbien

Heute ist es soweit! Heinz bringt den Bremach zum Hafen! Unsere Reise im Auto ist nun vorbei – wie unglaublich. Bis wir in Wochen zu Hause ankommen werden, wird hoffentlich auch der Bremach die Fahrt über den Atlantik gut überstanden haben und wir können ihn in Hamburg abholen.  Solange reisen wir als Backpacker weiter in die Hauptstadt Kolumbiens: Bogota. Es war eine gute Idee von Cartagena aus zu verschiffen, somit konnten wir das Land Kolumbien bereisen, das nach langer Zeit der Konflikte und Gewalt nun wieder zu befahren ist. Wir wünschen und hoffen für das Land, dass das noch lange so bleiben wird und sich ein stabiler Friede einstellt. Nach und nach verschwinden auch in meinem Kopf die Gedanken an die jüngere Vergangenheit des Landes und ich nehme das grünste Grün wahr, die zerklüftete Landschaft, die Bergrücken, auf denen wir entlangfahren und: Kaffee! In Salento nehmen wir an einer Kaffeeplantagenführung teil und kennen uns nun aus! Die Führung ist auf spanisch und die junge Dame, die uns alles zeigt, redet extra wegen uns ganz langsam und tatsächlich verstehen wir nahezu alles,…. ähm. Weiter Richtung Norden liegt die Megacity Medellin, ursprünglich wollten wir nur durchfahren, hat die Region doch 3,6 Mill. Einwohner, entscheiden uns dann aber, eine Nacht zu bleiben und doch noch einen Tag und noch zwei Nächte: Die Stadt hat es in sich, ist super spannend und gibt ein richtiggehend futuristisches Bild ab. Mit Metro und Seilbahn kommt man schnell voran. Am Rathausplatz angekommen sieht es eher sozialistisch aus und die Stadt pocht und ist voller Leute, die arbeiten, betteln, verkaufen, genießen – Wow, dass wir mal in Kolumbien, in Medellin sein werden, das hätten wir vor der Reise auch nicht geglaubt. Im Hostal, vor dem wir parken und übernachten, haben sich mittlerweile auch andere Reisende eingefunden, die wir kennen und somit ist diese Stadt noch weniger fremd oder bedrohlich. Nochmal fahren wir über Land unserem Ziel entgegen und erreichen 2 Tage später Cartagena. Hurraaa, unser Bremach hat durchgehalten und wir haben es bis hierher in die Karibik  geschafft! Nun sind unsere Nächte im Bremach gezählt, wir parken im Hotelhof des Bellavista, einem, wie Felbinger sagen würde, “in die Jahre gekommenen alten Kasten” am Meer. Wieder finden sich die Reisenden ein und wir haben eine gute Zeit und stoßen allabendlich auf die bestandenen Abenteuer an, ach so könnte es noch lange weitergehen. Aber der Tag der Verschiffung rückt näher und Heinz fährt den Bremach zum Hafen. Seltsam, der Abschied von einem “Auto”, tja, war er doch unser zuverlässiges “Zuhause” über eine lange Zeit! Ein bisschen traurig ist es schon. Die karibische Hitze erleichtert uns dann den Abschiedsschmerz, nachts war es sehr heiß im Bremach und nun ziehen wir in das schöne, klimatisierte Appartement, das wir mit unseren österreichischen Verschiffungsfreunden teilen und: Ein paar Tage haben wir noch hier, auf dem Kontinent, das ist gut, so können wir die Vorfreude auf zu Hause noch voll auskosten! Bis bald! Liebe Grüße, Petra und Heinz, noch raum- und zeitversetzt.